Ein Outing in der 22. Woche

22.SSW Bauch 22.SSW
Ich und mein Bauch in der 22.SSW, diesmal im halbwegs sauberen Spiegel…

Letzte Woche waren wir beim zweiten großen Ultraschall in dieser Schwangerschaft. Der letzte Ultraschall war in der 12. Woche, damals hatten wir ein tolles Bild mitbekommen und das Baby war normal entwickelt. Den zweiten Ultraschall hatten wir nun Anfang der 22. Woche, also knapp 10 Wochen später. Mein Freund und mein “großes” Kind waren auch dabei.

Der Arzt sah sich den Kopf, die Wirbelsäule, das Herz, Magen und Blase an, die alle unauffällig entwickelt wirkten. Außerdem wurde versucht das Geschlecht festzustellen und es sieht alles nach einem kleinen Mädchen aus!

Er hat auch kurz den 4D-Ultraschall angemacht. Zwar konnten wir das Gesicht nicht wirklich sehen, aber ich finde das Bild, das dabei rauskam, trotzdem ziemlich toll.

Der Kopf, der Bauch und der Oberschenkelknochen wurden dann noch vermessen, hier zeigte sich, dass das Wachstum all dieser Punkte dem Schwangerschaftsalter um etwa zwei Wochen hinterherhinkt. Deswegen hat er uns eine Überweisung zur Feindiagnostik gegeben, diese ist am 22.04. und das kommt mir gerade noch soooo ewig lange vor… Laut Überweisungsschein steht eine “Intrauterine Retardierung” (also eine Wachstumsverzögerung des Kindes) im Raum, die nun abgeklärt werden soll. Ich mache mir seitdem natürlich alle möglichen Sorgen, befrage auch Google zu dem Thema, wovon zwar alle immer abraten, aber ihr kennt das ja sicher alle selber… Ich frage mich, ob das Kleine wohl nicht gut versorgt wird und was ich dagegen machen könnte (Antwort: Nichts, was ich nicht eh schon tue.) und versuche mir zu sagen, dass es auch gar nichts weiter bedeuten muss, außer dass das Kind eben “einfach so” recht zierlich ist.

Aber davon abgesehen war ja alles wunderbar, also versuche ich mal, solange nichts anderes bewiesen ist, davon auszugehen, dass alles gut ist. Der Gedanke, bald ein zweites Töchterchen zu haben, gefällt mir sehr. Tilda hatte sich allerdings in letzter Zeit eher ein Brüderchen gewünscht, gleichzeitig aber auch gemeint, wir sollten es doch genau wie ihre Puppe Aurelia nennen (Ihr war wohl noch nicht ganz klar, dass es extra Jungs- und Mädchennamen gibt). Aber ich denke mal, sie wird sich bald an den Gedanken, dass es anscheinend doch eine kleine Schwester wird, gewöhnt haben.

Jetzt, da draußen nicht mehr ganz so dicke Mäntel nötig sind, sehen mir langsam auch alle die Schwangerschaft an. Ich wurde von einigen, die davon bisher noch nichts gewusst hatten, darauf angesprochen, zum Beispiel von der Leiterin von Tildas Musikgruppe. Meine Röcke werden langsam auch zu eng, also ist wohl bald mal wieder eine Shopping-Tour angesagt. Mit Tilda war ich ja vor allem im Winter schwanger, aus dieser Zeit habe ich noch ein paar langärmelige Oberteile und warme Pullis, aber jetzt bräuchte ich eher noch ein paar Röcke, Kleider und T-Shirts. Im Internet gibt es da ja auch viel Schönes, ich habe zum Beispiel auf Ambellis.de ein paar tolle Teile gesichtet. Ich überlege auch, ob ich mir für diesen Sommer extra einen Badeanzug/Tankini kaufen soll, eigentlich würde ich ja schon gerne mal mit Tilda schwimmen gehen. Bisher passe ich noch in meinen normalen Tankini…

Und zu guter Letzt: Ein Babyfoto! :D
Mädchen 22.SSW

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Drei Jahre




Nun ist das süßeste Kind schon drei Jahre alt. Dies ist der erste Geburtstag, bei dem sie nach dem Aufwachen schon von alleine wusste, dass sie heute Geburtstag hat und nun 3 Jahre alt ist, sie hat sich da auch schon eine ganze Weile drauf gefreut. Am Abend schlief sie in ihrem Zimmer ein und kam dann so gegen Mitternacht in mein Bett. Wir haben die Gelegenheit genutzt um in ihrem Zimmer etwas zu dekorieren und ich denke, die Überraschung am morgen ist uns gelungen, Tilda hat gestaunt und sich gefreut. Auch über ihren Kuchen hat sie sich gefreut, sie hatte sich Schokoladenkuchen mit vielen Smarties gewünscht und genau das auch bekommen.

Ich habe gerade nochmal den Eintrag zu ihrem zweiten Geburtstag gelesen. Ich bin immer noch genauso dankbar dafür, dieses Kind in meinem Leben zu haben und bin beeindruckt davon, was sie schon alles gelernt hat.

Im Laufe des letzten Jahres ist sie sehr selbstständig geworden. Sie sucht sich morgens ihre Kleider selbst aus, kann sie auch schon alleine an- und ausziehen. Sie hilft beim Tisch decken und isst meist ohne viel zu kleckern am Tisch mit. Sie könnte im Prinzip den Großteil ihrer Körperpflege selbst erledigen, besteht aber noch darauf, dass ich dabei bin und gerade beim Zähne putzen bestehe ich natürlich meist auch noch darauf, nochmal nachputzen zu dürfen (obwohl sie das auch schon ganz gut selbst macht). Sie ist tagsüber (auch beim Mittagschlaf) jetzt zuverlässig trocken, ich weiß gar nicht mehr, wann da der letzte Unfall war. Nachts klappt das auch schon manchmal, aber noch nicht so zuverlässig. Jacke und Schuhe zieht sie sich auch alleine an und aus und räumt die Schuhe in den Schuhschrank und hängt die Jacke an die Garderobe.

Sie hat an ihrem zweiten Geburtstag schon in ganzen Sätzen gesprochen und seitdem hat sich ihr Wortschatz weiter rasant vergrößert. Ich glaube, sie lernt immer noch jeden Tag wenigstens ein neues Wort. Man kann sich mit ihr über so ziemlich alles unterhalten, sie versteht sehr viel. Sie hat inzwischen eine grobe Vorstellung vom Ablauf eines Tages, einer Woche und eines Jahres. Sie weiß, wie ihre Eltern heißen und wo wir jeweils wohnen, mit welcher Straßenbahnlinie wir zur Tagesmutti fahren, wo wir aussteigen müssen, wenn wir zur Musik-Gruppe gehen und an welchem Wochentag diese stattfindet. Sie liebt es zu dieser Musik-Gruppe zu gehen, singt und tanzt da super mit. Wir sind mitlerweile in der Gruppe für 3- und 4-jährige, sie war da bei Beginn als einzige noch nicht ganz 3 Jahre alt. Sie stellt im allgemeinen sehr viele Fragen, kann einige Zahlen lesen und kennt jetzt neben allen Körperteilen auch schon die wichtigsten Organe samt Funktion.

Auch sozial macht sie sich sehr gut. Sie geht freundlich auf andere zu, verwickelt jeden in ein Gespräch, kann aber auch mal damit umgehen, dass nicht jeder in der Straßenbahn sich mit ihr unterhalten will. Sie freut sich immer Babys zu sehen und ist da sehr fürsorglich. Auch Tieren gegenüber verhält sie sich gut. Ganz besonders genießt sie den Kontakt zu etwa gleichalten Kindern. Sie macht gerne Rollenspiele, tut zum Beispiel so als sei sie ein Baby, eine Mama, eine Katze oder eine Figur aus der Serie Dora. Sie ist ein humorvolles Kind, ganz groß ist gerade die “Kacka!”-Humorphase. Ich finde es ja sehr witzig, wie sehr sie sich darüber amüsieren kann, dass einfach nur dieses Wort gesagt wird. Ansonsten schneidet sie noch Grimassen, gibt Dingen Fantasienamen, tut als würde sie jemanden fressen wollen oder als wüsste sie plötzlich nicht mehr, wie alltägliche Dinge funktionieren.

Auch körperlich hat sie sich natürlich weiterentwickelt. Sie ist 10 cm größer und 1,5 kg schwerer als vor einem Jahr. Sie erscheint damit allgemein noch weniger babyhaft. Sie hat ein komplettes Milchzahngebiss mit 20 Zähnen, wir waren auch schon zusammen bei einer Zahnärztin, die Zähne sind alle tiptop. Bei der Vorsorgeuntersuchung im März war auch alles super. Sie kann allein Treppen steigen und balanciert gern auf Brüstungen und Bordsteinkanten entlang. Gerade wenn es um’s Rutschen und andere Spielplatz-Dinge geht, ist sie weiterhin recht ängstlich, wenn sie sich aber doch mal traut, klappt das auch ganz gut. Oh, und sie fährt jetzt Laufrad!

Ich freue mich auf noch viele weitere Jahre mit diesem kleinen Sonnenschein-Kind. Das nun beginnende Lebensjahr wird sicher wieder viele Veränderungen mit sich bringen, allem voran die Geburt des Geschwisterchens und den Eintritt in den Kindergarten. Ich bin schon sehr gespannt, wie sie das alles meistern wird, und hoffe, ihr dabei weiterhin die nötige Unterstützung anbieten zu können! :)

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Mein Senf zu #selbstgeboren

Ich bin ja seit neuestem auch wieder auf Twitter vertreten und da bin ich letzte Woche auf ein Buchprojekt mit dem Titel “Selbstgeboren” aufmerksam geworden. Für dieses Buchprojekt werden Frauen gesucht,  “die eine (oder mehrere) kraftvolle und selbstbestimmte Geburt(en) erlebt haben”. Ausdrücklich nicht dazu gehören solche, die mit “künstlich eingeleitete[n] Wehen, PDA, Kristellern, Dammschnitt, Saugglocke oder Kaiserschnitt” entbunden haben. Das rief viele verärgerte Reaktionen hervor, weil es eben sehr danach klingt, als könnten per Definiton nur solche Geburten selbstbestimmt ablaufen, bei denen nicht medizinisch eingegriffen würde, als wären solche Geburten nicht “kraftvoll” und durch den Titel “Selbstgeboren” wird suggeriert, dass solche Frauen gar nicht wirklich selbst gebären würden.

Es gab Ende der letzten Woche viele Blogeinträge dazu, zum Beispiel Mama Notes und Berlinmittemom, letztere rief auch zu einer Blogparade zum Thema auf. Unter viele dieser Blogeinträge hat die für das Buchprojekt verantwortliche Hebamme dieselbe Stellungnahme gepostet, in der wieder die Begriffe “selbstbestimmt” und “ohne medizinische Eingriffe” synonym verwendet werden, was in meinen Augen nahelegt, dass diese Hebamme wirklich ein sehr eindimensionales Bild von “Selbstbestimmung” hat und kein Verständnis dafür aufbringt, dass auch eine PDA, ein Kaiserschnitt, eine Einleitung selbstbestimmte Entscheidungen der Gebärenden darstellen können. Sie schreibt auch, “Ich kann JEDE Mutter verstehen, die den Wunsch hat über ihre Geburt zu sprechen und wie sie den Schmerz über Interventionen verarbeitet hat”. Auch hier wird wieder völlig der Grund für den Ärger verkannt, denn sehr viele schrieben ausdrücklich, dass nicht die Interventionen selbst der Grund dafür sind, dass sie mit ihren Geburtserfahrungen haderten, sondern die Reaktionen darauf und Urteile darüber von anderen. Zum Beispiel solche Urteile wie das, dass sowas nicht unter die Begriffe “selbstgeboren” und “selbstbestimmt” fallen kann.

So war es auch bei mir. Ich fand die Geburt insofern schlimm, als dass über viele Stunden hinweg starke Schmerzen zu haben nunmal einfach keinen besonderen Spaß macht. Aber ich fand nicht, dass ich mir in dem Punkt irgendwas vorzuwerfen oder etwas falsch gemacht hätte. Auch von meiner Familie kamen da im Nachhinein keine negativen Kommentare und mein damaliger Partner sagte mir später auch er sei beeindruckt gewesen von meiner Kraft das alles durchzustehen.

Das alles hat sich genau heute vor drei Jahren abgespielt, daher finde ich es sehr passend, die Geburt heute noch einmal Revue passieren zu lassen. Ich hatte schon seit Wochen sehr viele und auch regelmäßige Übungswehen gehabt. Am 31.März um 6 Uhr ging es dann richtig los, die Wehen wurden nun richtig schmerzhaft. In der Nacht zuvor hatte ich fast nicht geschlafen, weil ich generell am Ende der Schwangerschaft nicht mehr gut schlafen konnte. Ich hatte geplant im Geburtshaus zu entbinden, also rief ich meine Hebamme an und wir verabredeten uns im Geburtshaus, das nur einige hundert Meter von unserer Wohnung entfernt lag, so dass wir hinlaufen konnten. Wir wurden dann nochmal eine Weile spazieren geschickt, verbrachten viele Stunden im Geburtshaus, aber wirklich viel tat sich nicht, obwohl ich irgendwann eigentlich durchgängig starke Schmerzen hatte, die bloß alle paar Minuten nochmal schlimmer wurden. Irgendwann wurden mir von der Hebamme irgendwelche Globuli gegeben, obwohl ich im Vorgespräch deutlich gesagt hatte, dass ich von sowas nichts halte und das nicht möchte, aber in so einer Ausnahmesituation bin ich auch nicht mehr dazu im Stande gewesen da zu diskutieren oder das zu hinterfragen. Gegen 23 Uhr war der Muttermund dann 4 cm offen, also keine Ausicht darauf, dass es bald vorbei sein könnte. Als entschied ich, dass ich doch ins Krankenhaus möchte um eine PDA zu bekommen. Vor dem Losfahren musste mein Partner dann aber erstmal noch helfen das Bett abzuziehen und das ganze mitgebrachte Zeug wie Bettlaken, Handtücher und so weiter einpacken. Im Krankenhaus musste ich dann noch Papierkram unterschreiben, den ich natürlich nicht gelesen habe. Diesen Papierkram hätte man vielleicht auch schon vorher erledigen können, wenn man sich vor der Geburt im Krankenhaus angemeldet hätte, aber das habe ich nicht, weil ich sehr optimistisch gewesen bin und mir sowohl im Geburtsvorbereitungskurs als auch in manchen Foren suggeriert wurde, dass eine komplikationslose Geburt im Grunde reine Einstellungssache sei und eine gute Einstellung hatte ich ja gehabt. Ich bekam dann auch zügig die PDA, das Legen habe ich gar nicht gespürt (manche berichten von einem ekligen Knacken oder so, hab ich auch nicht gehört) und das Medikament fing dann auch schnell an zu wirken. Ab hier beginnt in meiner Erinnerung der angenehmste Teil der Geburt, ich war dann viel mit meinem Partner allein im Kreissaal, eine Hebamme schaute ab und zu nach dem Rechten. Ich fand das so sehr angenehm, hatte Zeit um Kraft zu tanken, mich zu entspannen und zwischendurch sogar mal wieder zu lachen. Irgendwann, vielleicht so gegen 5 Uhr hieß es dann, der Muttermund sei vollständig eröffnet und es würde jetzt sicher nicht mehr lange dauern bis das Baby da sei. Ich erinnere mich, dass ich den Gedanken völlig surreal fand. Das Schmerzmittel wurde wieder runterdosiert und ich glaube, ich habe dann nochmal ein anderen Medikament bekommen. Wehenmittel? Es wurde mir gesagt, aber ich weiß das jetzt nicht mehr so genau, weil meine Erinnerungen an die Stunden der Geburt generell eher lückenhaft sind, wie mir später im Gespräch mit meinem Partner auffiel, ich habe so manches gar nicht richtig mitbekommen. Tatsächlich wurde mein Baby dann auch um 5:20 am 1. April geboren. Sie hat kurz geschrien und wurde mir direkt in die Arme gelegt. Etwas später wurde sie dann in Sichtweite untersucht, in eine Decke gewickelt und dem frischgebackenen Papa in die Arme gelegt, während meine Scheiden- und Labienrisse genäht wurden. Ich entschied mich noch eine Nacht im Krankenhaus zu bleiben. Während der ganzen Zeit dort war mein Kind nicht eine Minute von mir getrennt und mir wurde gezeigt, wie ich mein Kind richtig stillen kann, was dann auch gut klappte. Die Kleine hat ihren ersten Lebenstag komplett verschlafen, sicher musste auch sie sich erstmal von den Strapazen erholen.

Wie gesagt, ich hatte hinterher nicht das Gefühl mir etwas vorzuwerfen zu haben und halte die Entscheidung für die PDA nach 17 Stunden Wehen ohne Aussicht auf ein baldiges Ende bis heute für das Beste, was mir in dieser Situation passieren konnte. Es war eine selbstbestimmte Entscheidung und ich enpfinde und empfand keinen “Schmerz über die Intervention”. Worüber ich Schmerz empfand, waren manche Reaktionen auf meine Entscheidung. Direkt im Geburtshaus gab es zum Beispiel eine Kinderärztin, bei der wir schon zur U2 angemeldet waren und die uns dann über meine Hebamme mitteilen ließ, dass sie unser Kind nun doch nicht als Patientin wollte, weil wir ja dann doch im Krankenhaus gewesen sei, obwohl das ja “nicht notwendig” gewesen sei. Das war wie ein Schlag ins Gesicht und an diesem Punkt fühle mich mich erstmals wegen meines Geburtsverlaufs als Versagerin hingestellt. Ich sah außerdem den ganzen Sinn einer “selbstbestimmten Geburt” (womit Geburtshäuser ja immer werben) ad absurdum geführt, weil man offenbar nur das selbstbestimmen darf, was auch die Leute dort für einen bestimmt hätten, und für eine abweichende Entscheidung so abgestraft wird. Genauso sehe ich jetzt den Sinn des Begriffes “Selbstbestimmung” durch Selbstgeboren ad absurdum geführt, wenn darunter offenbar nur eine ganz bestimmte Entscheidung fällt, nämlich die für eine spontane Geburt ohne medizinische Eingriffe. Aber auch ein Kaiserschnitt kann zum Beispiel eine selbstbestimmte Entscheidung sein, genau wie eine Reihe anderer medizinischer Hilfen während der Geburt. Ganz zu schweigen von denjenigen Situationen in denen eine medizinische Notlage der Schwangeren kaum Entscheidungsmöglichkeiten offen lässt.

Ich denke nicht, dass die Hebamme, die dieses Buchprojekt ins Leben gerufen hat, bewusst vor hatte bestimmten Frauen ihr selbst durchgestandenen und selbstbestimmtes Geburtserlebnis abzusprechen. Trotzdem hat sie effektiv genau das getan. Anstatt sich für ihre unglückliche Wortwahl zu entschuldigen, stellte sie sich dann als missverstanden dar und zeigte erneut, dass sie die Komplexität des Begriffs “Selbstbestimmung” bisher nicht erfasst hat. Ich habe nicht prinzipiell etwas gegen ein Buchprojekt zum Thema “Geburt ohne medizinische Eingriff”, das zeigt, dass auch diese durchaus vorkommen und machbar sind. Aber wer sich auf die Fahnen schreibt “selbstbestimmte Geburten” darstellen zu wollen, der kann nicht im nächsten Atemzug sagen, dass alle, die sich für eine Geburt mit medizinischer Hilfe (egal wie selbstbestimmt das auch gewesen sein mag!) entschieden haben, nicht dazu gehören.

So, und nun werde ich mich daran machen, einen Schokokuchen (mit viel Smarties!) zu backen, Luftballons aufzublasen und die letzten Geschenke zu verpacken! :D

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Familien- und andere Portraits

Ich bin immer noch dabei mich an Portraitzeichnungen zu üben, hier zum Beispiel mein Opa (1943-2014) in jungen Jahren…
Portrait

Das nächste bin ich selbst, etwa eine Woche vor der Geburt meines großen Kindes.
kohlezeichnung schwangere

Und hier noch Draco Malfoy als Manga-Bild.
comic-portrait draco

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Ein Babybauch!

Man hört ja oft, dass die zweite Schwangerschaft häufig nur so “nebenher läuft”, weil das erste Kind einen so auf Trab hält. Zumindest was diesen Blog betrifft, scheint das wohl auch zu stimmen, ich poste gerade allgemein seltener und seit der letzten Erwähnung der Schwangerschaft sind auch schon wieder 5 Wochen vergangen. Ich bin inzwischen in der 18. Schwangerschaftswoche!

In meiner Gedankenwelt spielt die Schwangerschaft aber schon eine große Rolle und ich rede auch viel mit meiner “Großen” darüber. Sie hat ein Kinder-Sachbuch mit dem Titel “Unser Baby”, das wir schon unzählige Male zusammen gelesen haben. Tilda interessiert sich sehr für die Schwangerschaft und weiß da schon richtig gut Bescheid. Sie hat eine Puppe namens Aurelia (den Namen hat sie ihr selbst gegeben ohne Zutun eines Erwachsenen, da war ich ganz schön erstaunt!), von der sie mir erzählt, dass sie auch mal in ihrem Bauch drin war und eine Nabelschnur hatte, die dann abgeschnitten wurde, und dass Aurelia in ihrem Bauch auch Fruchtwasser getrunken hat und sowas alles. Sie ist jetzt also eine richtige Puppen-Mama und soweit sie mir erzählt hat sie sogar auch schon einen Mann, den ich leider noch nicht kennengelernt habe, aber er wohnt wohl zwei Straßenbahn-Stationen von uns entfernt. ;)

Sie hält jetzt unterwegs immer Ausschau nach Zwillingen, weil die auch in “Unser Baby” vokommen (ich selbst erwarte aber einen Einling) und seit wir mit einem Angelsound Mini-Ultraschallgerät meine, Babys und Tildas Herzschlag abgehört haben, interessiert sie sich allgemein für den menschlichen Körper und kann einem zum Beispiel zeigen wo ungefähr ihr Herz, Lunge, Magen und Gehirn ist.

Mir geht es inzwischen körperlich wieder ganz gut, die Beschwerden aus dem ersten Trimester sind größtenteils vorbei und ich fühle mich fit. Wenn ich etwas schweres hebe, zieht es ziemlich im Bauch, aber naja, das soll man ja eh in der Schwangerschaft nicht machen. Mein Gewicht liegt jetzt etwa 2 kg über dem Ausgangsgewicht, ich habe einen kleinen, aber gut erkennbaren Bauch und mir passen jetzt schon wieder meine Still-BHs vom letzten Mal.

Das ist übrigens auch mal ein ganz gutes Bild von meinem selbstgenähten Infinity Dress im getragenen Zustand. Ich glaube, das macht sich auch als Schwangerschaftskleid ganz gut!

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