Epic Bliss

Muttertag

Mai 13th, 2012

Ich habe einen interessanten Blog namens GEEKDAD entdeckt und möchte ohne besondere Hintergedanken mal besonders diesen Artikel mit dem schönen Titel Simple, Affordable Mother’s Day Ideas for the Geeky Mom verlinken.

Tolle Vorschläge, nur mit dem Vorschlag für “kitchen geeks” kann ich nicht viel anfangen, aber mich würde wohl auch niemand mit einem Küchen-Geek verwechseln, hoffe ich.

Schön ist aber auch die Liste der Top 10  Mütter in Fantasy und Sience Fiction.

Mutter sein ist schon toll. So wird einem endlich nie wieder langweilig, weil es immer was zu putzen gibt!

Aber im Ernst: Ich liebe es. Ich kann nicht nachvollziehen, wie irgendjemand keine Kinder wollen kann. Damit will ich nicht sagen, dass jeder welche wollen sollte oder ähnliches, nur dass ich mir für mich persönlich ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen könnte. Aber ich kann ja zum Beispiel auch nicht nachvollziehen, wie irgendwer kein Knoblauch mögen kann, und doch gibt es das anscheinend. Ist vielleicht auch besser so. :)

sunDaily Picture: Fandom

Mai 12th, 2012

Diese Woche scheint es irgendwie kein offizielles Thema gegeben zu haben, also bestimme ich jetzt einfach ein eigenes Thema, das für mich zu dieser Woche passt: Fandom.

Einmal das süßeste Kleinkind und einmal dessen bezaubernde Mama:

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Natürlich ist Tilda noch nicht selbst Fan von irgendetwas (außer vielleicht davon Wachsmalstifte zu essen…), also wird sie dazu verdonnert dem Lieblingsverein ihres Opas (mütterlicherseits) beizustehen. Sie scheint es aber mit Humor zu nehmen… ;)

 

Und ich begeistere mich gerade vor allem dafür, dass nach knapp 4 Jahren des Wartens (seit der ersten offiziellen Ankündigung, seitdem warte ich sozusagen “aktiv”, aber es sind 12 Jahre, wenn man ab Erscheinen des Vorgängers rechnet) nächste Woche endlich Diablo 3 erscheinen wird. So ganz werde ich es aber wohl erst glauben, wenn das Spiel installiert ist und läuft. ;)

Der Psychotest “Welche Klasse passt zu mir?” bestätigt, was sowieso schon immer feststand: Ich werde natürlich als erstes eine Zauberin spielen!

Ich hätte mich natürlich auch für das WGT in zwei Wochen begeistern können, aber da werde ich jetzt aus Gründen doch nicht dran teilnehmen, weswegen ich auch mein dazugehöriges WiP auf Eis gelegt habe. Eigentlich schade, auch darauf hatte ich mich immerhin ein ganzes Jahr lang gefreut, jetzt werde ich wohl nur mal mit Kinderwagen durch die Stadt gehen und gucken können und sicher werde ich auch mal kurz beim Forumstreffen “Hallo” sagen kommen.

Ich habe ja jetzt schon ein paar Wochen ausgesetzt (das Leben fordert grad allgemein ganz schön Aufmerksamkeit…), aber dieses Mal hab ich auch wieder ein Foto beizutragen. Das Thema lautet “Frühlingserwachen” und solche Bilder machten sich ja dieses Wochenende sozusagen von alleine.

 

 

Frühling

April 28th, 2012

Die letzten beiden Tage war das Wetter wunderbar warm, was wir natürlich genutzt haben, um auf den Spielplatz und in den Park zu gehen. Heute sind dabei ein paar schöne Fotos entstanden:

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Mathilda trinkt in letzter Zeit gerne aus solchen Wasserflaschen. Bisher hat sie nie Wasser angenommen und aus ihren Nuckelflaschen trinkt sie auch immer noch kein reines Wasser (sie bekommt stattdessen Saftschorle). Aber vielleicht ist hier auch nicht der Inhalt interessant, denn das Meiste landet noch auf ihrem Kleid…

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Ich nehme immer völlig umsonst Spielzeug mit. Das Kind beschäftigt sich draußen natürlich am Liebsten mit der Flora und Fauna.

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Zum Abschuss gab es noch ein Eis, von dem Mathilda einen kleinen Rest abhaben durfte. :)

Zuhause wurde sie dann ersteinmal umgezogen, nach dem Eis essen und aus der Wasserflasche trinken waren die Sachen natürlich hinüber. Dann hat sie noch eine Weile gespielt, es gab Abendbrot und kurz darauf ist sie in ihrem Bettchen in Null Komma Nix eingeschlafen. Die Kleine ist zur Zeit der reinste Sonnenschein, großartige Trotzanfälle sind mir zuletzt nicht aufgefallen. Dafür sind die Zeiten, in denen sie fast immer durchschlief, seit einigen Wochen vorbei. Sie schläft meist die ersten 3-5 Stunden in ihrem Bettchen, dann wacht sie auf und schreit solange, bis einer von uns sie mit in sein Bett nimmt, wo sie dann bis etwa 6:30 Uhr weiterschläft.

Bei mir im Bett schläft sie dann auch, wenn ich noch nicht schlafen gegangen bin und sie erstmal alleine dort hinlege. Natürlich weiß ich nicht genau, warum sie jetzt auf einmal nicht mehr durchschläft. Kürzlich sind zwei neue Zähne (obere Schneidezähne) durchgebrochen, laut “Oje ich wachse” ist gerade wieder ein Entwicklungsschub fällig, aber für am wahrscheinlichsten halte ich es, dass sich unsere Trennung eben auf sie auswirkt. Trotz allen Versuchen, sie damit nicht zu belasten, bekommt sie das natürlich trotzdem mit.

Pottermore

April 14th, 2012

Ein Online-Spiel, auf das ich jetzt eine ganze Weile gewartet habe, hat heute endlich endlich endlich seine Tore geöffnet: Pottermore. Seit Wochen starrte ich frustriert auf die Homepage, auf der verkündet wurde, das Spiel sei “ab Anfang April” für alle offen.

Wie man vielleicht schon anhand des Namens erraten kann, geht es in dem Spiel um die Geschichte von Harry Potter. Man kann selbst einen Schüler in Hogwarts spielen.

Also habe ich mich heute angemeldet. Ich habe mir eine Schleiereule als Haustier gekauft (ich dachte Eulen sind doch irgendwie praktisch und außerdem: klick ) und mir wurde ein elfeinhalb Zoll langer, harter Schwarznuss-Zauberstab mit Einhornkern ausgewählt (mal musste dafür einen kleinen Test machen). Und dann ging es nach Hogwarts und der Moment, dem ich seit Wochen entgegenzittere, kam: Die Zuordnungszeremonie. Da dieses Spiel und dieser Zuordnungstest ja von Rowling mitentwickelt wurde, gilt das, was dabei rauskommt, für alle Zeiten. Wer sonst sollte einem sagen können, wo man wirklich hingehort?! Das ist auch der Grund, aus dem wirklich alle dieser Zeremonie mit Spannung, aber auch etwas Angst, entgegensehen und es sogar Lieder darüber gibt.

Ich habe mich bisher immer für eine Ravenclaw gehalten…

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…aber in Wahrheit gehöre ich dem Haus Slytherin an! Im ersten Moment war ich ein wenig… geschockt? Aber ich werde versuchen, meinem Haus die größtmögliche Ehre zu machen!

Meine Vertrauensschülerin hat mich gleich in alles eingeführt und mit ein paar Gerüchten aufgeräumt, die andere gerne über uns verbreiten. Die Bücher sind ja immerhin auch aus Sicht von Gyffindors erzählt, da muss man nicht alles glauben, was über andere Häuser erzählt wird. Merlin höchstpersönlich war zum Beispiel auch ein Slytherin!

Falls jemand, der/die das liest, bei Pottermore mit mir befreundet sein möchte: Mein Beutzername ist WeideMahagoni11809 .

Kunst!

April 5th, 2012

Ich habe heute mal wieder etwas gemalt. Handgezeichnete Outlines, dann eingescannt und mit Hilfe von Gimp und meinem Grafiktablett (dessen Stift ich erst einmal lange suchen musste!) am Computer coloriert.

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So, und nun mache ich mich gleich auf dem Weg zur Zappelkiste der Uni Leipzig. Dort betreuen studentische Eltern stundenweise die Kinder anderer studentischer Eltern. Die Tageseltern-Suche war bisher nicht von Erfolg gekrönt, aber vielleicht ist das ja eine Alternative.

1. Geburtstag

April 1st, 2012

Heute hat das süßeste Baby Geburtstag und ist damit nun offiziell das süßeste KLEINKIND!

Unglaublich, wie sehr man sich in einem Jahr verändern und wie viel man lernen kann!

Ihr Gewicht hat sie von 3180g auf über 9 kg verdreifacht.

Gewachsen ist sie von 52 cm auf 75 cm, also ein Wachstum von fast 50%.

Sie trägt Kleidergröße 74/80.

Sie hat gelernt Gesichtsausdrücke und Laute nachzumachen.

Sie wurde stark genug, um ihr Köpfchen alleine zu heben.

Sie hat ihre Gliedmaßen unter Kontrolle gebracht, so dass sie nach Dingen greifen und sie festhalten kann.

Dann lernte sie diese Dinge auch kontolliert wieder loszulassen.

Sie hat gelernt sich vom Bauch auf den Rücken und zurück und im Kreis zu drehen.

Sie kann nun alleine sitzen, sich aufsetzen und wieder hinlegen.

Irgendwann wurde sie kitzlig und kann nun an Füßen, Bauch und Hals abgekitzelt werden.

Sie findet es witzig aufgefressen zu werden.

Sie kann krabbeln.

Sie kann Dinge aneinander schlagen, um Töne zu erzeugen.

Sie kann Schubladen, Taschen und Kartons ein- und ausräumen.

Sie kann klatschen und winken.

Sie hat nicht mehr so viel Angst vor Fremden.

Sie versteht Worte wie Mama, Papa, Teddy, Nein, Katze.

Sie ruft immer freudig “Da!”, wenn irgendwo ein Hund zu sehen ist.

Sie ist gern mit anderen Kindern zusammen.

Sie mag es sich Bilderbücher anzusehen und kann alleine umblättern.

Sie kann ihre Flasche alleine halten.

Sie kann mit ihren zwei Zähnen fast alles essen.

Der Geburtstagskuchen

März 31st, 2012

Heute habe ich dann schonmal den Kuchen für morgen gebacken.

In meinem Elternhaus gab es früher einen ganz speziellen Kuchen, den es immer gab, wenn eines der Kinder Geburtstag hatte. Das war ein Schneewittchenkuchen (auch als Donauwelle bekannt), der mit Smarties dekoriert war. Ich finde solche Traditionen total toll und weil ich die so toll finde, will ich natürlich auch einen alljährlich wiederkehrenden Geburtstagskuchen für meine Kinder backen und deswegen ist die Entscheidung für einen Kuchen, der morgen serviert werden soll, eine richtig große Sache, über die ich schon seit mindestens drei Monaten nachdenke. Und hier ist er also (ich erwarte, dass ihr alle angemessen beeindruckt seid!):

 

 

Von außen sieht das doch schonmal sehr schön aus. Jetzt erwarte ich mit sehr viel Spannung das Anschneiden.

Die Geburtstagskuchen-Tradition in meinem Elternhaus wurde inzwischen, soweit ich das mitbekommen habe, etwas verwässt. Ich fürchte, man darf sich jetzt einen Kuchen wünschen. Solche Unsitten werde ich hier aber ganz bestimmt niemals dulden. Wo kämen wir denn da hin? Kuchen mit fast einer ganzen Packung Zuckerstreußel oben drauf ist eine Tradition, an der ich ab sofort für immer blind festhalten werde, komme was da wolle. So!

In der Nacht vom 30. zum 31. März 2011 habe ich nicht geschlafen. Ich lag zwar im Bett, aber wie schon seit Wochen konnte ich nicht einschlafen. Mit so einem Bauch eine bequem Schlafposition zu finden in nahezu unmöglich, außerdem drückt das Kind auf die Blase, so dass frau ständig zur Toilette muss, dazu hatte ich ja die ständigen leichten Wehen… die um 6 Uhr morgens dann doch begannen immer schmerzhafter zu werden. Der Rhythmus blieb erstmal gleich, der war ja auch schon lange fast geburts-tauglich. Außerdem ging nun der Schleimpfropf ab, es schien sich also wirklich etwas zu tun.

Um 7 Uhr rief ich dann meine Hebamme an und weckte meinen Freund. Wir haben uns für 8 Uhr im Geburtshaus verabredet. Schon auf dem Weg dahin musste ich alle paar Schritte eine Pause machen, um Wehen zu veratmen. Dort angekommen wurde ich untersucht, der Muttermund war noch nicht wirklich nennenswert geöffnet, also wurde uns empfohlen, einen Spaziergang zu machen,Bewegung könne da helfen. Gesagt, getan, aber trotz strahlendem Sonnenschein macht spazieren gehen in diesem Zutand nicht so unglaublich viel Spaß. Nach schätzungsweise einer weiteren Stunde kamen wir zurück ins Geburtshaus und es sah immer noch nicht so aus, als würde das Baby gleich das Licht der Welt erblicken, also sollten wir noch einmal nach Hause gehen, um uns auszuruhen. Wir gingen also, und er konnte noch etwas schlafen, während ich daneben lag und hoffte, dass das alles nicht mehr allzu lange dauert.

Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wie lange wir zu Hause waren. Irgendwann am Nachmittag gingen wir wieder ins Geburtshaus. Mein Muttermund war immernoch vielleicht gerade mal 2 cm offen, es konnte also noch eine Weile dauern, ich stieg in die Wanne und wieder hinaus, legte mich ins Bett und hockte daneben, hing mich an eine Sprossenwand und lief durch das Zimmer… Aber am Ende ist eine Geburt in jeder Position einfach nur schmerzhaft und doof, wenn ihr mich fragt.

Ich war entsetzt, als die Hebamme anfing laut darüber nachzudenken, ob es wohl noch ein Märzbaby oder ein Aprilbaby werden würde. Man hatte mir ja immer versichert, dass bei so vielen Vorwehen die eigentliche Geburt ganz schnell gehen würde und ich war daher ganz und gar nicht darauf gefasst gewesen, dass das alles jetzt noch viele Stunden dauern könnte. Unterdessen wurden die Abstände zwischen den Wehen noch kürzer. Alle paar Stunden tastete die Hebamme nach dem Muttermund, der sich kaum bewegte. Irgendwann gab die Hebamme mir ein Homöopathikum, obwohl ich beim Vorgespräch darauf hingewiesen hatte, dass ich davon nichts halte und das nicht möchte. Aber diskutieren wollte ich in dem Moment dann auch nicht mehr und vielleicht hilft der Zucker ja wenigstens mit etwas Energie aus. Am schlimmsten fand ich, dass ich nicht wusste, wie lange ich das alles noch aushalten musste, und so verbrachte ich am Abend die Pausen zwischen den Wehen mit Weinen darüber, dass gleich die nächste Wehe angerollt kommen würde und dann noch eine und noch eine und noch eine… Als gegen 23 Uhr noch einmal der Muttermund abgetastet wurde und der Befund so aussah, dass es sicher noch viele Stunden dauern würde, bat ich darum doch ins Krankenhaus gefahren zu werden.

Bevor wir losfuhren, musste noch unser ganzer Kram eingepackt werden, und das bedeutete Betten abziehen, Handtücher einsammeln (dieses Zeug muss man im Geburtshaus alles selber mitbringen), was die Hebamme und mein Freund dann auch taten. Dann stiegen wir ins Auto und fuhren los. In dieser Zeit hatte ich zwar immer noch starke Schmerzen, fand diese aber leichter zu ertragen, weil ich mir sagen konnte, “gleich bekomme ich eine PDA und dann wird alles besser”. Wurde es auch, auch wenn das ganze nochmal eine Stunde dauerte, weil dann erstmal noch CTG gemacht werden musste und über die Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt und Papierkram unterschrieben werden musste.

Eigentlich habe ich ja immer ausgeschlossen, dass ich je eine PDA wollen könnte, weil mir Spritzen und sonstige Nadeln, die in meinen Körper gestochen werden, doch eher unangenehm sind. Aber da wusste ich eben auch noch nicht wie lange so eine Geburt dauern kann und wie zermürbend das sein kann. Sobald der Zugang gelegt war, wurden die Schmerzen erträglicher, bis sie bald nur noch als leichtes Druckgefühl zu spüren waren. Ach, war das schön! Ich bekam wieder mit, was um mich herum passierte, konnte mich unterhalten und war gut gelaunt. Die Geburtshaus-Hebamme wurde dann irgendwann zu einer anderen Geburt gerufen und da wir sie dort nicht mehr brauchten, ging sie. Unsere Krankenhaus-Hebamme war zwar nicht die ganze Zeit bei uns, aber ich muss sagen, dass ich darauf auch keinen Wert lege, wenn gerade nichts Dramatisches passiert (und in dem Fall hätte sie natürlich jederzeit gerufen werden können). Mein Freund und ich waren also lange im Kreissaal allein und die Hebamme schaute regelmäßig vorbei und vergewisserte sich, dass alles in Ordnung war. So ungefähr um  5 Uhr am 1. April wurde die Dosis des PDA-Medikaments wieder gesenkt und schließlich ganz abgesetzt, weil der Muttermund nun genug geöffnet war, damit es bald losgehen konnte. Die Fruchtblase war bisher nicht gesprungen und wurde daher von der Hebamme geöffnet. Es war ein merkwürdiges Gefühl, als uns gesagt wurde, dass es jetzt wohl höchstens noch eine halbe Stunde dauern würde.

Dann kamen auch bald schon die ersten Presswehen. Diese waren jetzt nochmal RICHTIG schmerzhaft, aber man hat glücklicherweise kaum Zeit um darüber nachzudenken und diese Phase der Geburt dauert ja auch wirklich nur ein paar Minuten. Ich wurde gefragt, ob ich mal nach dem Köpfchen tasten wolle, das schon zu spüren wäre. Wollte ich nicht, ich wollte das alles jetzt so schnell wie möglich hinter mich bringen. Gerade als die Hebamme schon darüber nachdachte, einen Dammschnitt zu machen, weil das Baby ihrer Meinung nach nun doch schon recht recht lange im Geburtskanal feststeckte, entschied die Kleine sich dafür nun doch langsam mal rauszukommen. Nachdem der Kopf geboren ist, flutscht der Rest ja praktisch automatisch hinterher und da war sie nun also. Ein schreiendes, rotes, zerkautschtes Etwas und irgendwie ein surrealer Anblick. Ein echter kleiner Mensch, der da gerade aus mir herausgekommen war! Sie wurde mir direkt auf den Bauch gelegt und ich nahm sie in den Arm und sah sie mir genau an.Es war 5:20 Uhr.

Währenddessen wurde eine Ärztin gerufen, die sehr hektisch meinte, ich müsse jetzt sofort genäht werden, für eine Vorstellung sei hinterher Zeit. Ich habe wohl ziemlich geblutet, auch wenn mir das nicht so aufgefallen war. Ich war trotzdem bestens gelaunt, fast schon euphorisch. Mein Freund nahm so lange das Baby in den Arm und nach den ersten Nähten (da kamen noch weitere), erklärte sie sich auch. Unser Baby wurde irgendwann in diesem Zeitraum auch untersucht, vermessen und gewogen, ich glaube, bevor sie Nico in den Arm gelegt wurde. Das alles fand bei uns im Kreissaal statt, Mathilda wurde im Krankenhaus also zu keinem Zeitpunkt von uns getrennt, wir wurden über alles informiert und konnten dabei sein. Man hört ja manchmal, dass das bei einigen anders ist, deswegen erwähne ich das.

Nachdem das alles getan war, lagen wir noch lange im Kreissaal, weil keine Zimmer frei waren (wir hatten uns ja auch vorher nicht angemeldet, vielleicht wäre das sonst anders gewesen). Ich versuchte etwas Schlaf zu bekommen und legte Mathilda in ein Bettchen neben mich. Dort wurde mir auch Frühstück serviert, ich aß ein Brötchen mit einem veganen Aufstrich. Auch auf meine damaligen Ernährungsgewohnheiten wurde dort ohne zu murren eingegangen, auch wenn man natürlich keine Haute Cuisine erwarten konnte.

Mathilda verschlief ihren ganzen ersten Lebenstag. Ich lernte sie zu wickeln und anzuziehen. Anfangs hat man ja immer noch die völlig ungerechtfertigte Angst, irgendetwas kaputt zu machen. Ich entschied mich noch eine Nacht im Krankenhaus zu bleiben, erhielt viel Besuch von der Verwandschaft, was ich als willkommene Abwechslung von der krankenhaus-typischen Langeweile empfand. Dazwischen starrte ich natürlich auch lange mein kleines Neugeborenes an, welches mir wunderschön erschien, auch wenn ich zugeben muss, dass, wenn ich mir die Fotos von damals ansehe, sie ziemlich rot und fleckig und zerknautscht aussah. Aber was soll’s, ich sah an dem Tag auch nicht gerade blendend aus und seitdem sind wir beide von Tag zu Tag hübscher geworden. :D
Die Babys schliefen in Beistellbettchen (Das Gitter konnte auf einer Seite heruntergelassen werden) neben ihren Müttern.

In der ersten Nacht nach ihrer Geburt wurde Mathilda dann wach und hatte HUNGER! Das Stillen wurde mir mehrmals von den Schwestern gezeigt bis wir es dann raus hatten und alleine klar kamen. Das Krankenhaus war sehr stillfreundlich. Alles in allem muss ich sagen, dass ich, falls ich noch einmal eine Geburt hinter mich bringen muss, gleich in genau dieses Krankenhaus gehen würde. Mich stört weder, dass die Hebammen dabei nicht die ganze Zeit anwesend sind, noch dass ich sie vorher nicht kenne, im Gegenteil macht es das für mich persönlich sogar angenehmer. Der wesentliche Unterschied zum Geburtshaus ist für mich, dass der Raum dort hübscher eingerichtet ist als ein Kreissaal und dass man alles selber mitnehmen (und also auch hinterher waschen) muss. Mir ist einfach aufgefallen, dass es mir während einer Geburt völlig egal ist wie stilvoll der Raum dekoriert ist, in dem ich mich befinde, oder wie schön die Bettwäsche ist oder ob man irgendwelche medizinischen Geräte sieht. Ich hab da in dem Moment echt andere Sorgen.

Ich hatte ja schonmal einen Geburtsbericht gepostet, aber dieser hier ist nochmal etwas detailierter. Und morgen feiert unsere kleine Mathilda also bereits ihren ersten ( ;) ) Geburtstag. Es war ein ereignisreiches Jahr, schön und anstrengend und einfach unglaublich.

ICH WILL ICH WILL ICH WILL

März 29th, 2012

Fast pünktlich zum ersten Geburtstag beginnt das süßeste Baby ihre ersten Wutanfälle zu haben. Bisher ist das alles noch recht harmlos und passiert eigentlich nur, wenn sie auch schon ein bisschen müde ist, aber wenn ich daran denke, was ich von anderen so höre und lese, wird man sich da wohl noch auf einiges gefasst machen können und es stellt sich nun langsam auch für uns die Frage “wie reagieren?”. Diese Frage ist eine von vielen, die hier zu Streit führt. Ihr Papa neigt dazu, ihr ALLES zu geben, was sie will. Wenn sie nicht essen will, probiert er’s dann auch schonmal mit Keksen als Abendbrot. Wenn sie wütend schreit, weil ich eine Seite im Bilderbuch umgeblättert habe, gibt es von ihm auch Kekse. Und so weiter. Ich finde das absolut furchtbar und sehe mein Kind schon zu einem dieser Arschlochkinder werden (die später entweder groß auf die Nase fliegen und daraus lernen, oder ewig Arschlöcher bleiben), vor denen es mich schon gegraut hat, als ich selbst noch ein Kind war.

Ich will mein Töchterchen also nicht für ihre Wutanfälle belohnen. Aber was dann?

Laut Wikipedia und diverser anderer Seiten im Internet dauert die sogenannte Trotzphase typischerweise etwa vom 2. bis zum 4. Lebensjahr (oje, so lange?!). Das Kind entdeckt in dieser Zeit seinen eigenen Willen und will diesen geltend machen. Dies ist ein wichtiger und notwendiger Schritt in der menschlichen Persönlichkeitsentwicklung, weswegen Entwicklungspsychologen wohl den Begriff “Autonomiephase” bevorzugen, der weniger negativ klingt. Jedenfalls erfährt das Kind nun, dass sein Wille und der Wille anderer nicht immer übereinstimmen und muss lernen mit Frustrationen umzugehen.

Bestrafungen oder Drohungen sind sicher genauso wenig sinnvoll wie Belohnungen. Ich denke nicht, dass ein Kind in diesem Alter sich bewusst dazu entscheiden kann, anders auf erste Enttäuschungen zu reagieren, auch wenn Häufigkeit und Stärke der Wutanfälle sicher je nach Temperament schwanken.

Wie könnte man also noch reagieren? Ignorieren? Gut zureden? Ob ich ihr anbiete auf meinem Schoß oder auf dem Boden zu sitzen, mit ihr zu spielen versuche, ihr den Schnuller oder etwas zu trinken anbiete… Alles wird mit wütendem Gebrüll beantwortet. Schon nach kurzer Zeit weiß sie wahrscheinlich selbst nicht mehr, was sie eigentlich wollte, und motzt einfach aus Prinzip. Irgendwann schnappt sie sich dann doch ihre Flasche, trinkt etwas Saftschorle und spielt, als wäre nichts gewesen. Der allgemeine Tenor der Ratgeber heutzutage lautet wohl: Gelassen bleiben, für das Kind da sein, aber ihm nicht alles geben, was es will. Nicht unnötig viele Verbote aufstellen, aber bei denen, die es gibt, konsequent sein. Sollte man selbst durch das anhaltende Wutgeschrei allzu wütend werden, kann man auch schonmal zur beiderseitigen Beruhigung kurz den Raum verlassen.

Klingt doch eigentlich ganz vernünftig. Jetzt bin ich mal gespannt, wie gut wir das dann umsetzten können, wenn uns die Trotzphase dann mal mit voller Wucht erwischt.

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