4 Adventskalender

November, der Monat des Adventskalender bastelns, ist nun fast vorrüber und ich möchte hier gerne die Ergebnisse präsentieren.

Auch dieses Jahr habe ich wieder an einem Adventskalender-Swap teilgenommen und einen großen Kalender mit vor allem sehr aufwändigem Inhalt gebastelt. Ich verrate erstmal noch nichts weiteres über den Inhalt der von mir gebastelten Kalender, möchte nicht zu sehr spoilern. :)




Die Verpackung ist jetzt nicht wahnsinnig originell, aber doch ganz schick, finde ich. Die Zahlen-Kärtchen habe ich von hier.

Und das ist der Kalender, der im Rahmen des Swaps für mich gebastelt wurde. Ich weiß noch nicht viel über den Inhalt, aber das Äußere ist schonmal… wow!

Dann habe ich noch einen Kalender für meinen Freund gemacht, die sternförmige Verpackung gab es bei Rossmann:


Und zuletzt der Kalender für Tilda. Die weißen Pappschächtelchen gab es bei Jako-o, die habe ich dann noch angemalt und beklebt. Manche Inhalte passten aber nicht richtig rein, ein Pixi-Heft ist zum Beispiel zu groß, da hab ich dann noch was rankleben müssen, um mehr Platz zu schaffen (das gab dann aber eben Einbußen bei der Optik).


Die Jüngste hier hat dieses Jahr noch keinen Kalender, da sie weder Süßes essen noch mit kleinem Spielzeug spielen noch die Türchen selbst öffnen kann. Aber das scheint ihr nichts auszumachen, sie freut sich einfach für uns mit:

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Wir leben noch

Nach fast 2 Monaten will ich mal wieder ein kleines Lebenszeichen hier hinterlassen.

Uns geht es allen soweit gut, aber mit 2 Kindern ist dann doch immer viel los, dann ist mal die ganze Familie erkältet oder sonstwie krank, die Katzen überlegen sich immer mal wieder neuen Quatsch, den sie anstellen können, dann gibt es noch den ein oder anderen Beziehungsstress… Und schon sind wieder ein paar Wochen rum, ohne dass ich mal die Muße fand hier etwas zu schreiben.

Unser Baby macht sich ganz prima. Sie lacht viel und “erzählt” ganz viel. Das wird bestimmt auch mal eine Quasselstrippe wie die große Schwester! Sie spielt jetzt gerade auch ganz viel mit dem Spiel-Trapez, da haut sie begeistert gegen die Spielzeuge, die da runterhängen und klingeln. Ihren Kopf hält sie schon ganz gut selbst und blickt immer öfter und länger interessiert in die Welt. Sie ist gesund und munter, hat auch die Erkältungswelle von uns allen am besten weggesteckt.
Ihre Wollsöckchen und Bommelmützen werden von den Katzen gerne mal geklaut, wenn sie irgendwo rumliegen, und in der Luft zerrissen, aber davon abgesehen gibt es zwischen Baby und Haustieren keinerlei Probleme, die Kater lassen Leandra in Ruhe, legen sich höchstens mal daneben, wenn sie an einem warmen, gemütlichen Ort schläft. Auch mit der großen Schwester läuft es gut, Tilda nimmt die Kleine gerne mal auf den Schoß (was jetzt auch ganz gut klappt, da die Kleine das Köpfchen auch schonmal selbst halten kann und so), hilft beim Wickeln und versucht mal das Fläschchen zu halten. Gestillt wird die Kleine inzwischen nur noch morgens, abends und nachts bei Bedarf, tagsüber bekommt sie Fläschchen. So kann sich auch der Papa mal allein um sie kümmern. Letztes Wochenende konnte ich so mal wieder mit meiner Erstgeborenen ins Schwimmbad gehen und was allein mit ihr unternehmen, was ihr sehr gefallen hat.

Meiner Großen geht es jetzt auch psychisch wieder besser. Sie hatte ja sehr an der neuen Situation mit Kindergarten und Baby Zuhause zu kämpfen, was man ihr auch sehr angemerkt hat. Sie war im Kindergarten immer sehr still, hat mit nichts und niemandem gespielt. Zuhause war sie gleichzeitig sehr aufbrausend, wir hatten viele Dramen. Auch ihr Papa, Omas, und die Erzieherinnen machten sich schon Sorgen, wir haben da auch alle zusammen viele Gespräche geführt und beratschlagt, wie wir mit ihr umgehen sollten. Inzwischen hat sich das aber glücklicherweise wieder sehr gebessert. Sie geht nun gerne in den Kindergarten, spielt dort auch (am liebsten mit Musikinstrumenten und Rhythmusspiele, wenn sie drinnen spielen, und mit den Rutschen draußen) und kennt die Kinder alle beim Namen und beteiligt sich nun gern an Spielen mit anderen Kindern. Auch Zuhause ist sie wieder ausgeglichener, wir haben keine so schlimmen Dramen mehr. Wir haben zwar immer noch die ein oder andere Auseinandersetzung mit ihr, aber das bewegt sich jetzt meiner Meinung nach wieder im normalen Rahmen. Sie benutzt nun wieder öfter Ausdrücke wie “Kackscheiße” und ähnliches, aber ich denke, auch das ist normal. Sie sagt, die anderen Kinder im Kindergarten machen das auch und sie fände das ja sooo witzig. Beim Elternabend berichteten die anderen Eltern auch von sowas.

Sie ist jetzt schon echt selbstständig. Sie kann sich allein an- und ausziehen, auf Toilette gehen, waschen, Zähne putzen… Ihr Frühstück kann sie sich auch allein machen, gießt sich Kornflakes, Milch und Saft ein, schmiert ihr Brot und räumt alles wieder weg. Als ich sie gestern von ihrem Papa abholte, gab es noch Kuchen, Tilda deckte uns den Tisch, holte den Kuchen raus und schnitt für jeden ein Stück ab (für sich selbst das größte Stück ;) ). Im Prinzip kann sie also alles allein, aber manchmal lässt sie sich doch noch lieber bedienen.

Sie interessiert sich schon länger für Zahlen und versucht bis 1000 zu zählen. Wobei sie aber nur bis 20 wirklich richtig zählen (und die Zahlen auch lesen) kann, danach kommen dann Zufallszahlen wie 30,37,38, 63, 90, 97,98,99… Buchstaben fangen jetzt so langsam an, da will sie nun auch manchmal was gezeigt bekommen und sucht zum Beispiel die “A”s in ihrem und Leandras Namen.

Sie hat jetzt auch Hörspiele und Märchen für sich entdeckt. Am liebsten mag sie solche, in denen auch gesungen wird. Eine Weile wollte sie jeden Tag Frau Holle hören, jetzt ist gerade Hänsel und Gretel dran.





Spannend finde ich auch zu sehen, wie unterschiedlich schon so kleine Baby sein können. Früher hatte ich ja etwas Angst, dass das neue Baby anders als Tilda sein könnte, weil ich das irgendwie mit weniger toll sein als sie gleichgesetzt habe und befürchtete, sie dann weniger lieb haben zu können. Aber inzwischen sehe ich es als bereichernd und schön an, zu sehen, wo sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen beiden liegen. Super ist schonmal, dass beide in den ersten Monaten wenig ohne ersichtlichen Grund geschrien haben und recht schnell in einen Tag-Nacht-Rhythmus fanden, der es uns meistens erlaubt genug Schlaf abzubekommen. Beide waren/sind ausgesprochene Tragebabys, werden also gerne viel in der Tragehilfe rumgetragen. Im Gegensatz zur Großen lehnt die Kleine den Schnuller komplett ab und nuckelt statt dessen seit einer Weile am Daumen. Außerdem liebt sie es gebadet zu werden, was Tilda in dem Alter gar nicht mal so toll fand. Beide haben tiefbraune Augen mit langen schwarzen Wimpern, dafür unterschiedliche Haarfarben. Beide sind die süßesten Kinder überhaupt. :D

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Eifersuchtsdramen…


Tilda war immer ein sehr umgängliches und freundliches Kind. Seit kurzem ist sie aber wie ausgewechselt, sie provoziert, haut, beißt und schreit und weint bei der kleinsten Frustration sofort laut los.

Sie wurde gegen Ende der Schwangerschaft sehr anhänglich. Wir haben schon immer viel miteinander geredet, uns zum Beispiel nach dem abendlichen Vorlesen oft noch “festgequatscht”. Dann war sie über Wochen hinweg fast gar nicht mehr hier, als die Geburt näher rückte und wir die ersten 1-2 Wochen mit dem Baby erlebten. Ich habe sie sehr vermisst und darüber auch einige Tränen vergossen und kann mir nur grob ausmalen wie viel schmerzhafter dass noch für die Kleine gewesen sein muss. Sicher, es gab natürlich Gründe dafür, dass sie so viel bei ihrem Papa war in der Zeit, aber ich hatte vorher schon befürchtet, dass es ein Fehler ist und das scheint sich nun bewahrheitet zu haben. Aus ihrer Sicht kann es kaum anders wirken als dass sie abgeschoben und hinter dem neuen Baby zurückgestellt worden ist. Als würde ich sie nicht mehr bei mir haben wollen, kaum dass ich ein neues Kind bekommen habe.

Aber auch wenn sie jetzt wieder hier ist, haben wir keine so “tiefgründigen” Gespräche mehr miteinander gehabt und auch sonst kaum Zeit nur für uns beide. Das abendliche Vorlesen wird schnellschnell abgehandelt, weil Leandra irgendwie immer genau zu der Zeit an der Brust hängt und sicher kann die Große da irgendwie versuchen sich da noch daneben zu kuscheln, aber das ist für keinen der Beteiligten bequem und ich hab auch eigentlich keine Hände dabei frei und es ist einfach nicht das gleiche. Gestern zum Beispiel ließ das Bebchen sich auch mit stillen nicht wirklich beruhigen, sondern nur durch rumtragen und geschaukelt werden, und so endete das Vorlesen abrupt und danach wurde nur ganz kurz “Gute Nacht” gesagt. Wie frustrierend das auch für Tilda sein muss, jeden Tag so um das liebgewonnene Ritual ihre bis dahin unverrückbare  Mama-und-Ich-Zeit gebracht zu werden! Und darin zeigt sich wohl auch, wie großes Unrecht ich ihr zum Beispiel mit der Einleitung hier (die Behauptung, sie finge bei jeder Frustration an zu schreien) tue, denn natürlich ist das bei weitem nicht die einzige Situation in der sie so etwas hinnehmen muss und nichts dazu sagt. Auch sonst befindet sich die kleine Schwester ja die meiste Zeit über in meinem Arm und belegt damit Tildas angestammten Platz und Rückzugsort. Ich stelle mir das schlimmer vor, als wenn man zum Beispiel einen (Ex)Partner auf einmal ständig mit jemand neuem sieht. Sie kann sich nicht einfach auch jemand neues suchen oder sich der Situation sonst wie entziehen, sie ist auf mich angewiesen und muss das Ganze irgendwie aushalten. Und nicht nur das: von ihr wird auch noch erwartet, dass sie diesen kleinen Eindringling lieb hat!

Dafür rastet sie dann eben aus, wenn ich ihr im Supermarkt nicht alles kaufe, was sie haben will, oder wenn sie sonst etwas nicht tun oder haben darf, ich mal nicht gleich verstehe, was sie will, oder etwas nicht so klappt, wie sie wollte. Ich versuche sie so gut wie möglich an allem teilhaben zu lassen und sie in alles, gerade auch die Babypflege, mit einzubeziehen, wie es ja auch in jedem Ratgeber zum Thema steht, dass es unheimlich wichtig ist, dass man das macht. Wenn sie hier und wach ist, versuch ich meine Aufmerksamkeit wirklich nur den Kindern zu widmen und mich nicht etwa mal an den PC zu setzen oder auf dem Smartphone rumzudrücken oder sonst etwas zu tun, woran sie nicht teilhaben kann.

Ich hatte über diese Situation im Vorfeld schon viel nachgedacht und darüber gelesen. Ich finde zum Beispiel diesen Artikel richtig gut. Er beschreibt auch ziemlich gut alles, was hier so los ist. Umso mehr habe ich jetzt aber das Gefühl an der Situation grandios zu scheitern und insbesondere meiner Großen ein Unrecht nach dem anderen zu tun. Natürlich bin ich selbst auch nicht so ganz auf der Höhe, die Situation ist für mich auch neu und anstrengend. Ich hab seit Wochen keine Nacht mehr durchgeschlafen und das merkt man dann auf Dauer eben doch. Wenn ich zum Beispiel gerade 1,5 Stunden damit zugebracht habe das Baby zu stillen und dann wieder in den Schlaf zu wiegen (stillen -> ablegen -> Baby wacht wieder auf -> stillen -> ablegen -> Baby wacht wieder auf -> usw) und gerade wenn so um 3 Uhr morgens die Kleine wieder schläft und ich die Augen zu machen will, ist die Große dann auf einmal wach und kann nicht mehr schlafen und will sich DANN mit mir über alles mögliche unterhalten… Da fällt es mir echt schwer ruhig und fair und verständnisvoll zu bleiben. Obwohl ich jetzt mit etwas Abstand schon Verständnis für ihre Lage habe und dafür, dass sie ja nunmal selbst auch unfreiwillig geweckt wurde und nichts dafür kann und großen Nachholbedarf hat was Gespräche und Nähe und Aufmerksamkeit angeht. Aber wie geht man damit um? In dem Moment denke ich mir dann schon alle möglichen Strafen aus, obwohl ich das eigentlich für genau den falschen Weg halte. Ich weiß, dass sie sich nicht so benehmen WILL. Sie hat einfach mit ihren drei Jahren noch nicht die Fähigkeit ihre sehr berechtigte Trauer und Wut über diese ganzen Dinge anders auszudrücken. Sie ist auch selbst oft weinend und “Meine Mama” rufend aus dem Schlaf aufgeschreckt, das habe ich bis vor ein paar Wochen auch noch nie so erlebt, es ist ein weiterer sehr deutlicher Hinweis darauf, wie sehr sie das alles mitnimmt.

Und als ob das alles nicht schon schwierig genug wäre, kam Tilda auch zeitgleich mit der Geburt von Leandra in den Kindergarten. Leider ließ sich das nicht anders machen, da es hier fast ausschließlich zu Angang September Plätze gibt. Das ist natürlich erst recht ganz schön viel auf einmal, mein “großes” Kind kann einem da gerade echt nur leid tun. Sie hatte auch dort erstmal ziemliche Probleme, der Übergang von der kleinen Tagesmutti-Gruppe zum großen Kindergarten mit 17 Kindern allein in ihrer Gruppe fiel ihr ziemlich schwer. Inzwischen wird das etwas besser, sie spielt nun schon ab und zu mit den anderen Kindern und mag die Erzieherinnen. Beim hinbringen weint sie trotzdem noch und fragt immer noch oft, ob wir sie auch wirklich wieder abholen. Ansonsten benimmt sie sich dort gut, wird dafür gelobt, dass sie sehr selbstständig (sie kann im Prinzip alles allein,  sich an- und ausziehen, auf Toilette gehen, merkt sich schnell, was man ihr zeigt und sagt, und hält sich gut an Regeln) und auch sehr fürsorglich ist, immer darum besorgt, dass es allen gut geht… Genau so kenne ich mein liebes Kind auch.

 

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Familienzuwachs

Nach über 6 Wochen melde mich mich mal wieder hier, um zu verkünden, dass unser Bebchen jetzt schon 4 Wochen alt ist und alles soweit gut ist.

Die Geburt war ganz anders als die meiner ersten Tochter.

Ich hatte an diesem Tag schon vormittags leichte, unregelmäßige Wehen, versuchte mir aber nichts darauf einzubilden, weil ich das schon ein paar Mal in den vorangegangenen Tagen und Wochen hatte. An dem Tag war ich allein zu Hause und bekam nur am Vormittag Besuch von Tilda, die gerade mit ihrem Papa die Eingewöhnung im Kindergarten machte und danach kurz bei mir vorbeischaute.
Später machte ich mir etwas zu Essen, ging dann spazieren, weil Bewegung und so soll ja angeblich wehenfördernd sein und ich wollte das Baby wirklich möglichst bald aus mir raus haben. Im Haushalt habe ich auch noch was gemacht und mir ein neues MMO angesehen, das mir kurzlich empfohlen wurde. Ich konnte mich also noch sehr gut beschäftigen und ablenken, auch wenn die Wehen langsam zunahmen und ich irgendwann relativ sicher war, dass sich da “heute oder morgen” noch was tun wird.

Am späten Nachmittag ließ es sich dann doch nicht mehr so gut ignorieren. Also beschloss ich den Krankentransport anzurufen, wir haben ja kein Auto. Unter der Nummer, die ich mir zu diesem Zweck schon Wochen vorher rausgesucht hatte, fühlte man sich nicht zuständig, gab mir aber eine andere Nummer, bei der ich anrufen sollte. Da erreichte ich dann auch tatsächlich jemanden, der mir direkt einen Krankenwagen schickte. Direkt im Anschluss, um 17:55 Uhr benachrichtigte ich dann auch meinen Freund so nach dem Motto, ich fahr dann gleich los, aber es dauert bestimmt alles noch Stunden, also keine Panik. Danach, 18:03 Uhr und immer noch Zuhause, schrieb ich auch meiner Mutter, dass ich mich auf den Weg ins Krankenhaus mache und die Kleine vielleicht “heute Nacht irgendwann” geboren werden wird. Hätte ich da gewusst, dass die Geburt noch vor 19 Uhr vorbei sein wird, wäre ich wahrscheinlich nicht ganz so locker geblieben, aber ich war wirklich absolut überzeugt, dass wir noch eine lange Nacht vor uns haben würden. Dachach fütterte ich nochmal die Katzen und sah dem Krankenwagen durch’s Fenster beim ankommen zu.

Zwei freundliche Männer kamen mich abholen und transportierten mich liegend bis in den Kreißsaal. Keine Ahnung wie spät es dann war, ich hatte auf dem Weg jedenfalls noch mehrere Wehen. Im Krankenhaus ging ich dann nochmal zur Toilette, kam dann ans CGT und eine Hebamme tastete nach dem Muttermund: 5-6 cm. Sie ging nochmal raus, als sie Minuten später wiederkam, fragte ich ob ich etwas gegen die Schmerzen haben könne. Sie meinte sie bringen mich jetzt erstmal in den Kreißsaal nebenan und dann gucken wir mal ob dafür noch Zeit ist. Auf dem kurzen Weg von der Liege im einen Raum bis zur Liege eine Tür weiter veratmete ich noch einige Wehen und dort angekommen wurde mir gesagt, wenn ich einen Pressdrang verspüre könne ich schon mitschieben. Ich wunderte mich etwas über die Aussage, ich ging ja davon aus, dass es längst noch nicht so weit war. Aber es kann danach nur Sekunden gedauert haben bis während einer Wehe die Fruchtblase platzte und dann fingen tatsächlich schon direkt die Presswehen an.

Sehr unangenehm war mir auch der Schallkopf am Bauch, der die Herztöne des Babys aufzeichnete. Während mehrerer Wehen spürte ich den Kopf der Kleinen im Geburtsgang stecken. Am Ende hieß es dann die Herztöne seien nicht mehr so gut es es sollte jetzt nicht mehr lange dauern. Tat es dann auch nicht, kurz danach (um 18:53 Uhr) war sie geboren und schrie auch gleich. Ich hatte ein komisches Gefühl von Leere im Bauch. Mir wurde aus den Sachen geholfen, die ich obenrum noch anhatte, und dann bekam ich mein Baby direkt in den Arm gelegt und wir wurden zugedeckt. Mir wurde etwas gespritzt, damit die Plazenta schnell rauskommt, dann legte ich die Kleine zum ersten Mal an, was auch gut klappte. Ich wurde dann noch untersucht und glücklicherweise musste nichts genäht werden.

Wenige Minuten nach der Geburt kam mein Freund erst an. Leider hat er die Geburt letztendlich verpasst, weil es dann plötzlich so schnell ging. Wir hatten einige Zeit im Kreißsaal für uns, die die Kleine hauptsächlich an der Brust nuckelnd verbrachte. Wir machten ein erstes Foto und benachrichtigten die Familie. Dann kam der Kinderarzt für die U2 und etwas später ging ich mit Hilfe meines Freundes duschen. Nachdem wir gut auf der Wochenbett-Station angekommen waren, ging er erstmal wieder nach Hause. Es dauerte dann noch etwas, bis er tatsächlich in der Wohnung war, da ich von innen einen Schlüssel in der Tür hatte stecken lassen, aber er schaffte es schließlich allein bei uns “einzubrechen” und so ging auch das gut aus. Am folgenden Tag gingen wir mittags schon wieder nach Hause, nachdem Mutter und Kind noch einmal untersucht worden waren. Zuhause kam dann regelmäßig eine Hebamme vorbei um nach uns zu sehen.

Rückblickend empfinde ich diese Geburt im Gegensatz zur ersten als gar nicht schlimm. Für mich war es, denke ich, gut die erste Zeit allein Zuhause gewesen zu sein, ich halte es für sehr gut möglich, dass ich in dieser Phase im Krankenhaus oder ähnlichen deutlich weniger entspannt gewesen wäre, was ja für einen Geburtsverlauf durchaus hinderlich sein kann. Ich hätte aber andererseits auch echt keinen Moment später losfahren dürfen und zumindest im Bezug auf meinen Freund wäre es wohl rückblickend besser gewesen ihn ein klein wenig eher zu informieren.

Das Stillen klappte von Anfang an gut. Der Milcheinschuss etwa am 4. Tag war etwas unangenehm und einige Tage lang hatte ich wunde Brustwarzen, aber beides legte sich bald und seitdem habe ich da keine Beschwerden mehr, die Kleine trinkt auch gut und nimmt gut zu. Heute waren wir schon bei der U3. Wir haben ein gesundes und zufriedenens, pflegeleichtes Baby. :)

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Die Sims 4 – Erstelle einen Sim Demo

Seit ein paar Tagen habe ich die Sims 4 “Erstelle einen Sim”-Demo! Bekommen kann man die bisher nur per Einladung, die Demo tauchte bei mir eines Tages einfach in der Liste meiner Spiele in meinem Origin-Account auf. Gerüchteweise soll sie aber ab dem 12.08. für alle verfügbar sein, ich weiß aber nicht, ob es dazu wirklich eine offizielle Ankündigung gibt.

Ich habe jetzt schon ein bisschen damit rumgespielt und einige Sims (darunter natürlich einen Self-Sim) gebastelt. Mir gefällt die Grafik bisher sehr gut. Manche finden sie ja zu comic-haft, aber ich mag das ganz gerne so. Die Handhabung finde ich auch gut, nur die Kleiderauswahl, vor allem im Bezug auf Abendkleidung, finde ich etwas dürftig, aber da es nur eine Demo ist kommt da bis zum offiziellen Release-Termin ja vielleicht noch ein bisschen was dazu. Schwimm-Bekleidung gibt es gar nicht mehr, was wohl damit zusammen hängt, dass es auch keine Pools in Die Sims 4 geben wird (und anscheinend auch sonst keine Möglichkeit zum schwimmen gehen). Es gibt bei Outfits die Kategorien Alltags-, Abend-, Sport-, Schlaf- und Ausgehkleidung. Für jedes dieser Outfits kann auch eine extra Frisur, Accessoires und Make Up gewählt werden.

Was mich auch besonders interessiert hat, waren die Möglichkeiten den Charakter der Sims zu formen. Es gibt eine schöne Auswahl an Charaktereigenschaften, wobei man insgesamt drei Eigenschaften und dazu noch eine “Bestrebung”, wohl so etwas ähnliches wie der bisherige Lebenswunsch, auswählen kann. Letzteres bringt dann nochmal eine feste Bonus-Eigenschaft mit sich, zum Beispiel “schneller Lerner”, wenn man eine Bestrebung aus dem Bereich “Wissen” wählt, oder “häuslich”, wenn man eine Bestrebung aus dem Bereich “Familie” wählt.

Ich habe jetzt nur ein paar Screenshots meiner fertigen Sims gemacht, für Näheres über die Funktionsweise verweise ich einfach mal auf die zahlreichen Let’s Plays dazu, zum Beispiel von Gronkh.


Mathildas Kommentar: “Die hat so ähnliche Schuhe wie du!”

“Da sind Hans und du!”




Das soll die Lady Amalthea sein, falls die noch jemand kennt…

Ganz toll finde ich auch die Galerie. Man kann (muss aber nicht!) seine erstellten Sims in einer öffentlichen Galerie präsentieren, von wo aus sie von anderen Nutzern favorisiert und heruntergeladen werden können. Da haben manche schon echt tolle Sachen erstellt, ich habe mir zum Beispiel gleich mal einen Sherlock heruntergeladen. :)

In der Demo kann man nur junge Erwachsene bauen und per Genetik-Experiment Geschwister der gleichen Altersstufe. Sonst hätte ich gerne auch mal ein paar Kinder per Genetik-Experiment produziert, aber da muss ich mich wohl noch bis zum 04. September gedulden.

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