Eifersuchtsdramen…


Tilda war immer ein sehr umgängliches und freundliches Kind. Seit kurzem ist sie aber wie ausgewechselt, sie provoziert, haut, beißt und schreit und weint bei der kleinsten Frustration sofort laut los.

Sie wurde gegen Ende der Schwangerschaft sehr anhänglich. Wir haben schon immer viel miteinander geredet, uns zum Beispiel nach dem abendlichen Vorlesen oft noch “festgequatscht”. Dann war sie über Wochen hinweg fast gar nicht mehr hier, als die Geburt näher rückte und wir die ersten 1-2 Wochen mit dem Baby erlebten. Ich habe sie sehr vermisst und darüber auch einige Tränen vergossen und kann mir nur grob ausmalen wie viel schmerzhafter dass noch für die Kleine gewesen sein muss. Sicher, es gab natürlich Gründe dafür, dass sie so viel bei ihrem Papa war in der Zeit, aber ich hatte vorher schon befürchtet, dass es ein Fehler ist und das scheint sich nun bewahrheitet zu haben. Aus ihrer Sicht kann es kaum anders wirken als dass sie abgeschoben und hinter dem neuen Baby zurückgestellt worden ist. Als würde ich sie nicht mehr bei mir haben wollen, kaum dass ich ein neues Kind bekommen habe.

Aber auch wenn sie jetzt wieder hier ist, haben wir keine so “tiefgründigen” Gespräche mehr miteinander gehabt und auch sonst kaum Zeit nur für uns beide. Das abendliche Vorlesen wird schnellschnell abgehandelt, weil Leandra irgendwie immer genau zu der Zeit an der Brust hängt und sicher kann die Große da irgendwie versuchen sich da noch daneben zu kuscheln, aber das ist für keinen der Beteiligten bequem und ich hab auch eigentlich keine Hände dabei frei und es ist einfach nicht das gleiche. Gestern zum Beispiel ließ das Bebchen sich auch mit stillen nicht wirklich beruhigen, sondern nur durch rumtragen und geschaukelt werden, und so endete das Vorlesen abrupt und danach wurde nur ganz kurz “Gute Nacht” gesagt. Wie frustrierend das auch für Tilda sein muss, jeden Tag so um das liebgewonnene Ritual ihre bis dahin unverrückbare  Mama-und-Ich-Zeit gebracht zu werden! Und darin zeigt sich wohl auch, wie großes Unrecht ich ihr zum Beispiel mit der Einleitung hier (die Behauptung, sie finge bei jeder Frustration an zu schreien) tue, denn natürlich ist das bei weitem nicht die einzige Situation in der sie so etwas hinnehmen muss und nichts dazu sagt. Auch sonst befindet sich die kleine Schwester ja die meiste Zeit über in meinem Arm und belegt damit Tildas angestammten Platz und Rückzugsort. Ich stelle mir das schlimmer vor, als wenn man zum Beispiel einen (Ex)Partner auf einmal ständig mit jemand neuem sieht. Sie kann sich nicht einfach auch jemand neues suchen oder sich der Situation sonst wie entziehen, sie ist auf mich angewiesen und muss das Ganze irgendwie aushalten. Und nicht nur das: von ihr wird auch noch erwartet, dass sie diesen kleinen Eindringling lieb hat!

Dafür rastet sie dann eben aus, wenn ich ihr im Supermarkt nicht alles kaufe, was sie haben will, oder wenn sie sonst etwas nicht tun oder haben darf, ich mal nicht gleich verstehe, was sie will, oder etwas nicht so klappt, wie sie wollte. Ich versuche sie so gut wie möglich an allem teilhaben zu lassen und sie in alles, gerade auch die Babypflege, mit einzubeziehen, wie es ja auch in jedem Ratgeber zum Thema steht, dass es unheimlich wichtig ist, dass man das macht. Wenn sie hier und wach ist, versuch ich meine Aufmerksamkeit wirklich nur den Kindern zu widmen und mich nicht etwa mal an den PC zu setzen oder auf dem Smartphone rumzudrücken oder sonst etwas zu tun, woran sie nicht teilhaben kann.

Ich hatte über diese Situation im Vorfeld schon viel nachgedacht und darüber gelesen. Ich finde zum Beispiel diesen Artikel richtig gut. Er beschreibt auch ziemlich gut alles, was hier so los ist. Umso mehr habe ich jetzt aber das Gefühl an der Situation grandios zu scheitern und insbesondere meiner Großen ein Unrecht nach dem anderen zu tun. Natürlich bin ich selbst auch nicht so ganz auf der Höhe, die Situation ist für mich auch neu und anstrengend. Ich hab seit Wochen keine Nacht mehr durchgeschlafen und das merkt man dann auf Dauer eben doch. Wenn ich zum Beispiel gerade 1,5 Stunden damit zugebracht habe das Baby zu stillen und dann wieder in den Schlaf zu wiegen (stillen -> ablegen -> Baby wacht wieder auf -> stillen -> ablegen -> Baby wacht wieder auf -> usw) und gerade wenn so um 3 Uhr morgens die Kleine wieder schläft und ich die Augen zu machen will, ist die Große dann auf einmal wach und kann nicht mehr schlafen und will sich DANN mit mir über alles mögliche unterhalten… Da fällt es mir echt schwer ruhig und fair und verständnisvoll zu bleiben. Obwohl ich jetzt mit etwas Abstand schon Verständnis für ihre Lage habe und dafür, dass sie ja nunmal selbst auch unfreiwillig geweckt wurde und nichts dafür kann und großen Nachholbedarf hat was Gespräche und Nähe und Aufmerksamkeit angeht. Aber wie geht man damit um? In dem Moment denke ich mir dann schon alle möglichen Strafen aus, obwohl ich das eigentlich für genau den falschen Weg halte. Ich weiß, dass sie sich nicht so benehmen WILL. Sie hat einfach mit ihren drei Jahren noch nicht die Fähigkeit ihre sehr berechtigte Trauer und Wut über diese ganzen Dinge anders auszudrücken. Sie ist auch selbst oft weinend und “Meine Mama” rufend aus dem Schlaf aufgeschreckt, das habe ich bis vor ein paar Wochen auch noch nie so erlebt, es ist ein weiterer sehr deutlicher Hinweis darauf, wie sehr sie das alles mitnimmt.

Und als ob das alles nicht schon schwierig genug wäre, kam Tilda auch zeitgleich mit der Geburt von Leandra in den Kindergarten. Leider ließ sich das nicht anders machen, da es hier fast ausschließlich zu Angang September Plätze gibt. Das ist natürlich erst recht ganz schön viel auf einmal, mein “großes” Kind kann einem da gerade echt nur leid tun. Sie hatte auch dort erstmal ziemliche Probleme, der Übergang von der kleinen Tagesmutti-Gruppe zum großen Kindergarten mit 17 Kindern allein in ihrer Gruppe fiel ihr ziemlich schwer. Inzwischen wird das etwas besser, sie spielt nun schon ab und zu mit den anderen Kindern und mag die Erzieherinnen. Beim hinbringen weint sie trotzdem noch und fragt immer noch oft, ob wir sie auch wirklich wieder abholen. Ansonsten benimmt sie sich dort gut, wird dafür gelobt, dass sie sehr selbstständig (sie kann im Prinzip alles allein,  sich an- und ausziehen, auf Toilette gehen, merkt sich schnell, was man ihr zeigt und sagt, und hält sich gut an Regeln) und auch sehr fürsorglich ist, immer darum besorgt, dass es allen gut geht… Genau so kenne ich mein liebes Kind auch.

 

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Familienzuwachs

Nach über 6 Wochen melde mich mich mal wieder hier, um zu verkünden, dass unser Bebchen jetzt schon 4 Wochen alt ist und alles soweit gut ist.

Die Geburt war ganz anders als die meiner ersten Tochter.

Ich hatte an diesem Tag schon vormittags leichte, unregelmäßige Wehen, versuchte mir aber nichts darauf einzubilden, weil ich das schon ein paar Mal in den vorangegangenen Tagen und Wochen hatte. An dem Tag war ich allein zu Hause und bekam nur am Vormittag Besuch von Tilda, die gerade mit ihrem Papa die Eingewöhnung im Kindergarten machte und danach kurz bei mir vorbeischaute.
Später machte ich mir etwas zu Essen, ging dann spazieren, weil Bewegung und so soll ja angeblich wehenfördernd sein und ich wollte das Baby wirklich möglichst bald aus mir raus haben. Im Haushalt habe ich auch noch was gemacht und mir ein neues MMO angesehen, das mir kurzlich empfohlen wurde. Ich konnte mich also noch sehr gut beschäftigen und ablenken, auch wenn die Wehen langsam zunahmen und ich irgendwann relativ sicher war, dass sich da “heute oder morgen” noch was tun wird.

Am späten Nachmittag ließ es sich dann doch nicht mehr so gut ignorieren. Also beschloss ich den Krankentransport anzurufen, wir haben ja kein Auto. Unter der Nummer, die ich mir zu diesem Zweck schon Wochen vorher rausgesucht hatte, fühlte man sich nicht zuständig, gab mir aber eine andere Nummer, bei der ich anrufen sollte. Da erreichte ich dann auch tatsächlich jemanden, der mir direkt einen Krankenwagen schickte. Direkt im Anschluss, um 17:55 Uhr benachrichtigte ich dann auch meinen Freund so nach dem Motto, ich fahr dann gleich los, aber es dauert bestimmt alles noch Stunden, also keine Panik. Danach, 18:03 Uhr und immer noch Zuhause, schrieb ich auch meiner Mutter, dass ich mich auf den Weg ins Krankenhaus mache und die Kleine vielleicht “heute Nacht irgendwann” geboren werden wird. Hätte ich da gewusst, dass die Geburt noch vor 19 Uhr vorbei sein wird, wäre ich wahrscheinlich nicht ganz so locker geblieben, aber ich war wirklich absolut überzeugt, dass wir noch eine lange Nacht vor uns haben würden. Dachach fütterte ich nochmal die Katzen und sah dem Krankenwagen durch’s Fenster beim ankommen zu.

Zwei freundliche Männer kamen mich abholen und transportierten mich liegend bis in den Kreißsaal. Keine Ahnung wie spät es dann war, ich hatte auf dem Weg jedenfalls noch mehrere Wehen. Im Krankenhaus ging ich dann nochmal zur Toilette, kam dann ans CGT und eine Hebamme tastete nach dem Muttermund: 5-6 cm. Sie ging nochmal raus, als sie Minuten später wiederkam, fragte ich ob ich etwas gegen die Schmerzen haben könne. Sie meinte sie bringen mich jetzt erstmal in den Kreißsaal nebenan und dann gucken wir mal ob dafür noch Zeit ist. Auf dem kurzen Weg von der Liege im einen Raum bis zur Liege eine Tür weiter veratmete ich noch einige Wehen und dort angekommen wurde mir gesagt, wenn ich einen Pressdrang verspüre könne ich schon mitschieben. Ich wunderte mich etwas über die Aussage, ich ging ja davon aus, dass es längst noch nicht so weit war. Aber es kann danach nur Sekunden gedauert haben bis während einer Wehe die Fruchtblase platzte und dann fingen tatsächlich schon direkt die Presswehen an.

Sehr unangenehm war mir auch der Schallkopf am Bauch, der die Herztöne des Babys aufzeichnete. Während mehrerer Wehen spürte ich den Kopf der Kleinen im Geburtsgang stecken. Am Ende hieß es dann die Herztöne seien nicht mehr so gut es es sollte jetzt nicht mehr lange dauern. Tat es dann auch nicht, kurz danach (um 18:53 Uhr) war sie geboren und schrie auch gleich. Ich hatte ein komisches Gefühl von Leere im Bauch. Mir wurde aus den Sachen geholfen, die ich obenrum noch anhatte, und dann bekam ich mein Baby direkt in den Arm gelegt und wir wurden zugedeckt. Mir wurde etwas gespritzt, damit die Plazenta schnell rauskommt, dann legte ich die Kleine zum ersten Mal an, was auch gut klappte. Ich wurde dann noch untersucht und glücklicherweise musste nichts genäht werden.

Wenige Minuten nach der Geburt kam mein Freund erst an. Leider hat er die Geburt letztendlich verpasst, weil es dann plötzlich so schnell ging. Wir hatten einige Zeit im Kreißsaal für uns, die die Kleine hauptsächlich an der Brust nuckelnd verbrachte. Wir machten ein erstes Foto und benachrichtigten die Familie. Dann kam der Kinderarzt für die U2 und etwas später ging ich mit Hilfe meines Freundes duschen. Nachdem wir gut auf der Wochenbett-Station angekommen waren, ging er erstmal wieder nach Hause. Es dauerte dann noch etwas, bis er tatsächlich in der Wohnung war, da ich von innen einen Schlüssel in der Tür hatte stecken lassen, aber er schaffte es schließlich allein bei uns “einzubrechen” und so ging auch das gut aus. Am folgenden Tag gingen wir mittags schon wieder nach Hause, nachdem Mutter und Kind noch einmal untersucht worden waren. Zuhause kam dann regelmäßig eine Hebamme vorbei um nach uns zu sehen.

Rückblickend empfinde ich diese Geburt im Gegensatz zur ersten als gar nicht schlimm. Für mich war es, denke ich, gut die erste Zeit allein Zuhause gewesen zu sein, ich halte es für sehr gut möglich, dass ich in dieser Phase im Krankenhaus oder ähnlichen deutlich weniger entspannt gewesen wäre, was ja für einen Geburtsverlauf durchaus hinderlich sein kann. Ich hätte aber andererseits auch echt keinen Moment später losfahren dürfen und zumindest im Bezug auf meinen Freund wäre es wohl rückblickend besser gewesen ihn ein klein wenig eher zu informieren.

Das Stillen klappte von Anfang an gut. Der Milcheinschuss etwa am 4. Tag war etwas unangenehm und einige Tage lang hatte ich wunde Brustwarzen, aber beides legte sich bald und seitdem habe ich da keine Beschwerden mehr, die Kleine trinkt auch gut und nimmt gut zu. Heute waren wir schon bei der U3. Wir haben ein gesundes und zufriedenens, pflegeleichtes Baby. :)

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Die Sims 4 – Erstelle einen Sim Demo

Seit ein paar Tagen habe ich die Sims 4 “Erstelle einen Sim”-Demo! Bekommen kann man die bisher nur per Einladung, die Demo tauchte bei mir eines Tages einfach in der Liste meiner Spiele in meinem Origin-Account auf. Gerüchteweise soll sie aber ab dem 12.08. für alle verfügbar sein, ich weiß aber nicht, ob es dazu wirklich eine offizielle Ankündigung gibt.

Ich habe jetzt schon ein bisschen damit rumgespielt und einige Sims (darunter natürlich einen Self-Sim) gebastelt. Mir gefällt die Grafik bisher sehr gut. Manche finden sie ja zu comic-haft, aber ich mag das ganz gerne so. Die Handhabung finde ich auch gut, nur die Kleiderauswahl, vor allem im Bezug auf Abendkleidung, finde ich etwas dürftig, aber da es nur eine Demo ist kommt da bis zum offiziellen Release-Termin ja vielleicht noch ein bisschen was dazu. Schwimm-Bekleidung gibt es gar nicht mehr, was wohl damit zusammen hängt, dass es auch keine Pools in Die Sims 4 geben wird (und anscheinend auch sonst keine Möglichkeit zum schwimmen gehen). Es gibt bei Outfits die Kategorien Alltags-, Abend-, Sport-, Schlaf- und Ausgehkleidung. Für jedes dieser Outfits kann auch eine extra Frisur, Accessoires und Make Up gewählt werden.

Was mich auch besonders interessiert hat, waren die Möglichkeiten den Charakter der Sims zu formen. Es gibt eine schöne Auswahl an Charaktereigenschaften, wobei man insgesamt drei Eigenschaften und dazu noch eine “Bestrebung”, wohl so etwas ähnliches wie der bisherige Lebenswunsch, auswählen kann. Letzteres bringt dann nochmal eine feste Bonus-Eigenschaft mit sich, zum Beispiel “schneller Lerner”, wenn man eine Bestrebung aus dem Bereich “Wissen” wählt, oder “häuslich”, wenn man eine Bestrebung aus dem Bereich “Familie” wählt.

Ich habe jetzt nur ein paar Screenshots meiner fertigen Sims gemacht, für Näheres über die Funktionsweise verweise ich einfach mal auf die zahlreichen Let’s Plays dazu, zum Beispiel von Gronkh.


Mathildas Kommentar: “Die hat so ähnliche Schuhe wie du!”

“Da sind Hans und du!”




Das soll die Lady Amalthea sein, falls die noch jemand kennt…

Ganz toll finde ich auch die Galerie. Man kann (muss aber nicht!) seine erstellten Sims in einer öffentlichen Galerie präsentieren, von wo aus sie von anderen Nutzern favorisiert und heruntergeladen werden können. Da haben manche schon echt tolle Sachen erstellt, ich habe mir zum Beispiel gleich mal einen Sherlock heruntergeladen. :)

In der Demo kann man nur junge Erwachsene bauen und per Genetik-Experiment Geschwister der gleichen Altersstufe. Sonst hätte ich gerne auch mal ein paar Kinder per Genetik-Experiment produziert, aber da muss ich mich wohl noch bis zum 04. September gedulden.

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38. Woche – Der Countdown läuft!

Seit heute bin ich in der 38. Schwangerschaftswoche und damit dürfte das Baby (zumindest aus medizinischer Sicht ;) ) nun kommen. Es kann aber genauso gut auch noch 4 Wochen dauern…

Mir geht es im Prinzip gut, bis auf die üblichen Wehwehchen, die wohl fast alle Schwangeren in dem Stadium haben. Der Bauch ist einfach im Weg, wenn ich mich hinlege bekomme ich häufig Sodbrennen, langes Gehen oder Stehen ist ziemlich anstrengend, vor allem abends nervt das Restless Legs Syndrom… Ich bin jetzt 13-14 kg über meinem Ausgangsgewicht. Das Baby liegt schon tief im Becken und ich habe immer mal wieder Übungs-/Vorwehen, davon hatte ich ja in den letzten Wochen der Schwangerschaft mit Tilda auch sehr viele.

Ich hatte in letzter Zeit sehr viel Zeit für mich und konnte mich ausruhen. Tilda war erst eine Woche bei ihrem Papa, dann eine knappe Woche bei mir und nun wieder eine Woche bei meiner Mutter. Auch wenn die Schwangerschaft in Verbindung mit einem Kleinkind nochmal besonders anstrengend ist, vermisse ich mein “großes” Kind doch immer sehr und zähle die Stunden bis ich sie endlich wieder sehe.

Ich war letzte Woche Montag mit ihr und ihrem Papa im Zoo, von wo sie dann mit ihm wieder nach Hause ging. An diesem Abend bekam sie dann noch Fieber und ihr Vater ging mit ihr in die Notaufnahme: Sie hatte wohl einen Insektenstich, der sich entzündet hatte. Sie sollte deswegen für 5 Tage ein Antibiotikum nehmen. Beim ersten Versuch ihr das einzuflößen gab es ein großes Drama, sie wollte es partout nicht nehmen. Ich konnte nur über das Telefon versuchen zu helfen und musste selbst weinen angesichts dessen wie verzweifelt sie klang. Die folgenden Tage ging es dann aber immer besser, sie bekam nach jeder Einnahme zwei Gummibärchen und nahm ihre Medizin dann ganz tapfer und freiwillig. Wir waren in der Woche dann auch noch zwei Mal beim Kinderarzt zum Verband wechseln.

Den Rest der Woche haben wir dann noch zusammen gemalt, gelesen, waren beim Friseur, haben Spaziergänge im Park gemacht, sind durch den Regen gelaufen (auch wenn es nicht so geplant war), haben Kuchen gebacken und waren im Freibad. Vor allem letzteres fand Tilda sehr toll!

Diesen Montag wurde die Kleine dann von meiner Mutter hier abgeholt. Soweit ich höre erlebt sie viele wirklich tolle Sachen mit Oma, Uroma, Opa und dessen Kindern und hat dabei viel Spaß. Am Wochenende fahren wir dann nach Berlin zu meiner Familie, darauf freue ich mich schon sehr!
Wir haben nun auch einen Kinderwagen und einen Stubenwagen. Eigentlich steht für das Baby alles bereit, bis auf die neue Tragehilfe, die ich bestellt habe. Natürlich musste ich mir da das allerneueste Design aussuchen, das erst “Ende Juli” geliefert wird… Aber eigentlich müsste sie ja dann auch bald kommen und zur Not habe ich ja auch noch die Manduca da oder kann etwas ausleihen.

In der Zwischenzeit gab es hier auch nochmal Gespräche darüber, wie das dann mit ganz kleinem und etwas größerem (aber auch noch kleinem) Kind werden soll. Ich mache mir immer noch etwas Sorgen darüber, dass die neue Situation mich weiter von Tilda entfernen könnte und/oder dass sie dadurch zu sehr hinten runter fallen könnte. Das Baby wird mich ja eh um die 70% der Zeit im ersten Jahr ganz für sich allein haben (Tilda ist tagsüber im Kindergarten und lebt außerdem zu 50% bei ihrem Papa), schon allein deswegen will ich in der übrigen Zeit alles daran setzen auch meiner Erstgeborenen möglichst viel Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen. Wir haben eh schon viel zu wenig Zeit zusammen, finde ich, und die Kennenlern-Zeit mit dem Baby wird sicher eine sehr intensive Episode, die ich so weit es geht auch mit ihr teilen und gemeinsam durchleben will. Schließlich gehört sie dazu und ohne sie wird immer etwas ganz wichtiges fehlen. Nicht zuletzt soll sie ja genau wie wir Eltern Gelegenheit bekommen ihr Schwesterchen kennenzulernen und eine Bindung aufzubauen.

Ich habe die viele Freizeit unter anderem genutzt um der Kleinsten etwas zu nähen. Dabei herausgekommen sind zwei Sets, bestehend aus Hose, Oberteil/Kleidchen, Mütze und Halstuch. Was die Größe betrifft habe ich eine 62 angestrebt, das wird ihr dann hoffentlich so in 2-3 Monaten passen. Nachdem ich das beendet habe, habe ich mir für den Rest der Woche vorgenommen noch ein paar Puppensachen für Tildas Puppe Aurelia zu nähen: Hose, Oberteil, Mütze und Schuhe.


37+0… und meine tollen neuen Badelatschen, die ich extra für die Kliniktasche angeschafft habe!



Schnittmuster: Hose, Oberteil (eigentlich ein Body-Schnitt, hab ich untenrum abgewandelt), Mütze, Halstuch

  

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12 von 12 im Juli

Ich habe mit ja schon seit 2 oder 3 Monaten vorgenommen, mal an dieser 12 von 12 Aktion (man postet am 12. eines Monats 12 Fotos, die man an diesem Tag gemacht hat) teilzunehmen. Heute habe ich es dann zum ersten Mal wirklich und wahrhaftig durchgezogen! Eine Liste der Teilnehmer gibt es bei Frau Kännchen.

Der Tag fing noch vor 7 Uhr damit an, dass das süßeste Kind wach wurde und aufstehen wollte. Nachdem wir noch eine halbe Stunde darüber diskutiert haben, stand ich dann mit ihr auf, wir gingen Brötchen holen und deckten den Frühstückstisch. Nach dem Frühstück haben wir zu zweit unseren Wochenendeinkauf erledigt. Nach dem Einkaufen legten wir uns mit Getränk auf das Sofa und sahen meinem Freund beim arbeiten zu, er brachte auf unserem neuen Balkon ein Katzennetz an (außerdem haben wir noch meine Oma/Tildas Uroma angerufen, die heute ihren 66. Geburtstag feierte):

So ruhig blieb es aber nicht lange, Tilda rief aus: “Ich bin ein Bergsteiger” und erklomm den Berg, der ihre Mutter ist…

Mittags gibt es Banane und Käsebrötchen bevor wir die Wohnung erneut verlassen:

Den Nachmittag verbrachten wir im Zoo, hier sitzt der älteste Orang-Utan mit seinen Snacks im Gras während die Jugend hinter ihm mit Klettern beschäftigt ist:

Dann haben wir uns alle noch ein Eis gegönnt:

Auf dem Heimweg haben wir noch schnell Kabelbinder gekauft um unserem Katzennetz den letzten Schliff zu verleihen:

Nach dem Zoo war Tilda völlig geschafft, es gab heute auch keinen Mittagschlaf. Aber sie beherrscht offenbar die hohe Kunst des Power Nappings, nach wenigen Minuten Schlaf in der Schraßenbahn, war sie wieder fit. Wir Großen hätten da allerdings etwas länger gebraucht…

Später durften die Kater den frisch vernetzten Balkon besichtigen:

Heute war ich mit kochen dran und mein Töchterchen hat geholfen.

Während das Essen im Backofen war bastelte mein Freund an meinem Computer, für den wir einiges an neuer Hardware bestellt hatten:

Zum Abendessen gab es dann Gemüsekuchen mit Kirschtomaten und Zucchini, kann ich nur empfehlen (auch wenn meins nicht ganz so schön aussieht wie die Bilder zum Rezept)!

Nachdem die Kleine im Bett war und während der Mann weiter an meinem Rechner schraubte, hievte ich den Bauch nochmal in die Wanne.

Mir tut jetzt nach dem langen Tag immer noch alles weh, so ganz gut stecke ich so lange Zeiten auf den Beinen wohl echt nicht mehr weg. Morgen lassen wir es vielleicht etwas ruhiger angehen…

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